522 Tage unschuldig hinter Gittern – ein Buch über einen Vater, eine Familie und einen Justizfall. Und über einen kleinen Jungen, der niemals hinter diesem „Fall“ verschwinden darf.
Ein sechsjähriger Junge. Ein Kind mit einem seltenen Gendefekt – und zugleich ein lebensfroher Bub, der Wasser und Regen liebte, Tiere, Musik und die kleinen Wunder, die andere oft übersehen.
Volker kannte die Familie Apler seit 2019. Er hatte selbst erlebt, wie geduldig und liebevoll Florian mit seinem Sohn umging.
Für die Menschen, die Leon liebten, war und ist er niemals ein „Fall“.
Am Morgen des 28. August 2022 änderte sich für eine Familie alles.
Während dieser Zeit schrieb Florian auf, was ihm widerfuhr. Mehr als 650 Seiten U-Haft-Tagebuch entstanden – Aufzeichnungen aus einem Leben, das gemeinsam mit dem seiner Familie aus den Fugen geraten war.
Nach 17 Monaten Untersuchungshaft fällt die Entscheidung des Geschworenengerichts: Florian Apler wird in den gegen ihn erhobenen Anklagepunkten einstimmig freigesprochen.
522 Tage lang hatte Florian davon geträumt, wieder nach Hause zu seiner Frau und seiner kleinen Tochter gehen zu dürfen.
Der Freispruch konnte ihm seine Freiheit zurückgeben. Was geschehen war, konnte er nicht ungeschehen machen.
Nach dem Freispruch bat Florian seinen Freund und Anwalt Volker, ihm bei der Verarbeitung des Erlebten in einem Buch zur Seite zu stehen.
Volker arbeitete sich durch mehr als 3.000 Blatt Gerichtsakten und durch über 650 Seiten von Florians U-Haft-Tagebuch. Entstanden ist ein Buch, das Florians persönliche Aufzeichnungen mit der juristischen Auseinandersetzung mit den Ermittlungen und dem Verfahren verbindet.
Neun Fernsehteams und zahlreiche weitere Medienvertreter kamen zur Pressekonferenz. Die Aufnahmen vermitteln die Dimension dieses Tages besser als eine Sammlung von Schlagzeilen.
Und eine Familie, für die sein Name niemals die Bezeichnung eines Justizfalles sein wird, sondern der Name ihres Sohnes.